Erlaufsee, Zeller Hut im Hintergrund Grosser Kainz Erlaufursprung Blick zur Bürgeralpe Blick vom Gemeindealpe-Wanderweg zu den Zellerhüten Blick von der Bürgeralpe Blick von der Gemeindealpe

Erlaufsee, Zeller Hut im Hintergrund

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Blick von der Gemeindealpe

Der Erlaufsee ist ein hervorragendes, wegen seiner ausgezeichneten Wasserqualität und des sehr guten Fischbestandes äußerst geschätztes Fischwasser.

Laut „Erstem Steirischen Seenbericht“ aus 2007 setzte sich 1878 der Fischbestand im Erlaufsee wohl nur aus Seesaiblingen, Koppen, Hechten, Aiteln und Elritzen zusammen. Erhebungen aus 1967 haben ergeben, dass kleinwüchsige Seesaiblinge, sogenannte Schwarzreuter, wohl zu den ursprünglichsten Fischarten des Sees gehörten. Der Bestand an Schwarzreutern dürfte schon in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts stark abgenommen haben. Ab 1949 wurden vor allem großwüchsigere Seesaiblinge, Reinanken, Schleien und Flussbarsche in den See eingebracht. Eine Besonderheit des Erlaufsees ist das Fehlen der Elritze, die trotz mehrmaligem Besatz wieder aus dem See verschwunden ist. Die Flussbarsche dürften durch Sportfischer, die nicht verwendete Köderfische dem See überantwortet haben, in den Erlaufsee gelangt sein. Seeforellen befanden sich definitiv schon vor 1949 im See, hatten jedoch nur eine geringe wirtschaftliche Bedeutung. Aktuell kamen 2003 im Erlaufsee folgende Fischarten vor: Aitel, Flussbarsch, Hecht, Koppe, Reinanke, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Seeforelle und Seesaibling.

Reinanken – in Deutschland Renken, in der Schweiz Felchen genannt – bilden wegen ihrer geschmacklichen Qualität neben den Hechten wohl den anglerischen Schwerpunkt des Erlaufsees. Ein Fachmann erzählt über den Fang dieser Fische:

„Die Reinanken gehören zur Gattung der Coregonen und zählen zu den salmonidenartigen (also forellenartigen) Fischen, welche im Erlaufsee die für ihr Wachstum entscheidende Wasserqualität und ein entsprechendes Nahrungsangebot (insbesondere Zooplankton sowie Insektenlarven) vorfinden.

Reinanken werden überwiegend mit Hilfe der "Hegene" gefangen, wobei es sich um ein System handelt, das aus einer ca. 2 Meter langen Hauptschnur besteht, in welche höchstens 5 "Springer", also Seitenzweige mit entsprechenden "Nymphen" (verschiedenfarbige Haken) eingebunden sind.
Diese Nymphen imitieren die schon erwähnten Insektenlarven sowie das Zooplankton.

Die Nymphen werden meistens vom verankerten Boot über eine entsprechende Angelrute bis zum Gewässergrund hinabgelassen, da sich dort in der Regel die von den Reinanken begehrten, schon erwähnten Insektenlarven aufhalten, bevor sie – ganz langsam – zur Wasseroberfläche aufsteigen.

Das Angeln auf Reinanken vom Ufer – also nicht vom Boot aus – ist auf dem Erlaufsee eher unüblich, da die Hegene mit den einschlägigen Ruten in der Regel nicht so weit ausgeworfen werden kann, dass man ausreichend tiefe Wasserbereiche erreichen kann.

Nach den für den Erlaufsee geltenden Bestimmungen der Fischereierlaubnis beträgt das "Brittelmaß" bei der Reinanke 40 cm, sodass kleinere derartige Fische nicht entnommen werden dürfen, sondern schonend wieder in das Wasser zurückgesetzt werden müssen. Die Schonzeit der Reinanken beginnt am 16.Oktober und endet am 31. Dezember. Außerdem dürfen pro Lizenz nicht mehr als 20 Reinanken pro Jahr entnommen werden.

Das Eisfischen ist im Erlaufsee gestattet, wobei die für das Angeln notwendigen Eislöcher nur gebohrt (und nicht gehackt) werden dürfen.“

Die erforderliche Fischereilizenz (Tageskarte) gibt es im Fischereibetrieb Gut Lindenhof, Brunnsteinweg 2, im Strandbuffet Erlaufsee und im Gasthaus „Zum Sessellift“ in Mitterbach.

www.erlaufsee-strandbuffet.at

www.mitterbach.at